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Bağlama – Saz

Die »Bağlama« ist ein Saiteninstrument, das in mehreren Ländern des Mittelmeerraumes beliebt ist und auch als »türkische Laute« bezeichnet wird. Sie ist das traditionelle Instrument der Aleviten, die in den Zeremonien eine große Rolle spielt. Die Langhals-Variante mit Bünde wird auch als »Divan Sazi« bezeichnet. Der Begriff Saz stammt ausbaglama dem Persischen und bedeutet eigentlich nur »Musikinstrument«. Eine Tuba ist also auch eine Saz. Erst der Zusatz Baglama (zu deutsch „gebündelt“) macht es zu dem bekannten, traditionellen  siebensaitigen Zupfinstrument. Der Regionen und der Grösse nach ist die unter den Namen Divan Sazi, Bozuk, Çögür, Kopuz, Irizva, Cura oder Tambura bekannt.

Die Baglama hat eine unmittelbare Bedeutung auf das Alevitentum, da sie in keiner Cem-Zeremonie der Aleviten fehlen darf. Die besondere Bindung zur ihr liegt vordergründig darin, dass sie als Medium für die Gedichte der alevitischen Volksdichter diente. Daher wird sie auch „Koran mit Saiten“ (telli kuran) oder „sprechende Koran“ genannt. Dies soll nicht den Eindruck erwecken, dass die Saz als Koranersatz dienen soll. Vielmehr drückt dies die enorme Wichtigkeit, die der Musik und somit der Dichtkunst zu Gute kommt, aus.

Den Vorläufer der heutigen Saz nannte man Kopuz. Schon ca. zweitausend Jahre vor der Migration war der Kopuz (ohne Bünde, 3 - 5 Saiten) ein heiliges Instrument der alten Türken, die den Schamanismus prädigten. Die Turkvölker sind seit Jahrhunderten mit der Saz im Geiste vereint. Anatolien in der heutigen Türkei hat eine Reihe großartiger Dichter, Mystiker und Philosophen wie Haci Bektasi Veli, Pir Sultan Abdal, Yunus Emre u.a. hervorgebracht. Sie reisten durch das ganze Land, leisteten Menschen seelischen Beistand und zeigten ihnen Wege aus der Krise. Zum Spiel der Saz sangen, dichteten und prädigten sie in Form von rituellen Hymnen über Gottes-, Natur- und Menschenliebe, Toleranz, Weisheit und Wunderkraft. Aschik, die Liebenden, werden diese Wandersänger genannt, deren Lieder und Hymnen von Liebe, Trauer, religiöser und moralischer Belehrung oder der Sehnsucht nach einem besseren Leben im Diesseits oder Jenseits handeln. Man strebte im allgemeinen das Erreichen eines höheren Seins und somit die Unsterblichkeit der Seele an.

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